, Dubach Regula

Regionalübung in Brittnau

Im Storchendorf Brittnau fand eine spannende Regionalübung statt.

Bei wunderbarem Sonnenschein begrüsste Präsidentin Tanja Ercoli die anwesenden Samariterinnen und Samariter aus Brittnau, Vordemwald und Zofingen, sowie weitere interessierte Gäste zur jährlich stattfindenden Regionalübung.

Das technische Kader des Samaritervereins Brittnau hatte für die Anwesenden herausfordernde Nothilfe-Aufgaben zum Thema Kommunikation vorbereitet.  Nur mit einem kleinen Notfallset bestückt, wurde in durchmischten Gruppen die Wanderung durchs Dorf in Angriff genommen. Zwei Kinder waren beim Spielen auf einer Wiese mit der Pflanze Riesen-Bärenklau in Kontakt geraten. Durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen hatte sich ein übel juckendes Ekzem entwickelt. Die Kommunikation mit den Kindern, welche sich fremden Personen gegenüber sehr skeptisch gezeigt haben, musste auf Augenhöhe und verständnisvoll geschehen.

Auf einem Bauernhof hat sich ein Mann mit einer Motorsäge eine arteriell blutende Wunde am Oberschenkel zugezogen. Die Blutung musste gestillt und der Patient so schnell wie möglich nach den wichtigsten Angaben gefragt werden, bevor er das Bewusstsein aufgrund des grossen Blutverlustes verliert.

Vor der lokalen Bäckerei-Konditorei wurde eine wohl kurzzeitig bewusstlose Frau aufgefunden. Sie wollte sich gar nicht einsichtig zeigen, sie habe Programm und müsse sofort weiter, habe keine Zeit für eine Abklärung, weshalb sie bewusstlos geworden sei. Nach gutem Zureden, Geduld von der Helferseite und Fingerspitzengefühl stellte sich heraus, dass sie unter einer Unterzuckerung litt, was nach Gabe von Traubenzucker rasch eine Verbesserung der Situation zeigte. Die Patientin führte zum Glück eine Diabetiker-Karte mit sich.

An einem weiteren Posten musste eine Schätzfrage zu der Anzahl Zellstofftupfer in einem Glas abgegeben werden.

In einer Werkhalle machte eine Frau durch lautes Husten auf sich aufmerksam. Aufgrund der vorliegenden Situation musste darauf geschlossen werden, dass die Patientin Dämpfe von verschiedenen Reinigungsmitteln, darunter Chlorgas, eingeatmet oder sogar getrunken hatte.  Nach dem Gang an die frische Luft, wurde die Ambulanz gerufen, um die Dame so rasch als möglich in professionelle Hände übergeben zu können. Da die Dame kein Deutsch und auch kein Englisch verstand, war die Kommunikation äusserst anspruchsvoll und musste mit Händen und Füssen geschehen. Eine Übersetzungsapp hätte in dieser Situation gute Dienste leisten können. 

Am letzten Posten mussten die Ersthelferinnen und Ersthelfer Hand anlegen. Eine leblose Person wurde aufgefunden, es wurde reanimiert mit nur minimaler Ausrüstung, einem Beatmungstuch. Erst nach dem Eintreffen des Rettungsdienstes konnte ein Defibrillator angeschlossen und einsetzt, sowie Medikamente über die Vene verabreicht werden. 

Im Anschluss wurde bei jedem Posten eine Fallbesprechung durchgeführt, die Teilnehmenden konnten wichtige Informationen mitnehmen.

Nach der Arbeit folgte ein vom Samariterverein Brittnau offerierter Imbiss. Die Anwesenden wurden mit leckerer Pizza und einem wunderbar süssen Dessert verwöhnt. Es wurde noch lange in geselliger Runde beisammengesessen und geplaudert. 

Herzlichen Dank an den Samariterverein Brittnau für die Organisation und Durchführung der Regionalübung 2026 und die grosszügige Gastfreundschaft! Ebenfalls gilt unser Dank den toll spielenden Figurantinnen und Figuranten, welche diese realitätsnahe Übung erst ermöglicht haben. Vielen Dank Csinszka für die tollen Bilder.

Fotos: Csinska, Regula